Endlich im Druck erschienen: Geisterseher (Grand Scherzo) für Violine und Klavier (2020).
Stefan Froleyks schreibt dazu in „Das Orchester“: „Mit seiner Auftragsarbeit blickt Schweitzer zurück auf die Entstehungszeit des Konzerthauses und damit auf den Epochenübergang von der Klassik zur Romantik. Beethoven lebte noch, in Berlin wirkten u. a. Felix Mendelssohn und E.T.A. Hoffmann. In diese Atmosphäre, irgendwo zwischen die Skurrilitäten des späten Beethoven und die junge Romantik, platziert Schweitzer sein spinnenfingeriges Scherzo, das der Frage nachgeht, ob sich so etwas wie romantische Ironie in eine moderne Klangsprache übersetzen lässt. Um die Frage zu beantworten: Ja, das geht – und zwar sehr gut. Aber wie genau wird Musik geisterhaft? Flageolett, Flautando, abgedämpfte Saiten des Flügels, Pedalisierungsvarianten, Resonanzen stumm niedergedrückter Tasten und schattenhafte Repetitionen schaffen eine Klangwelt, die einerseits schnell vorbeihuschende Gestalten und andererseits ausgreifende Traumlandschaften evoziert. Die spielerische Virtuosität des Stücks mit ihren höchsten Anforderungen an die Interpreten trifft im musikalischen Inneren auf kontrapunktische Komplexität sowie detaillierteste Präzision in Gesten und Texturen, Zahlen und Figuren. Ausgetüftelt und wohlbalanciert, aber immer auf dem Sprung ins Unberechenbare – schöner kann ein von heute aus rück blickendes Werk kaum mit dem Übergang zwischen Klassik und Romantik umgehen.“
***
Soeben erschienen und uneingeschränkt digital zugänglich: Die Druckfassung meiner Dissertation
Finnische Musikfachsprache: Geschichte, Strukturen, Diskurse.
***
Am 18.3. wurde mir der Forschungspreis der Aue-Stiftung für die Arbeit verliehen. Danke an die Stiftung und die Jury!
Hier eine Impression von der Preisverleihung:

Foto: Markku Pajunen
***
Die Aufführung von Kanten.Konturen mit dem Duo Stock/Wettin vom 7.1.2025 im BKA – erstmals in der Variante mit Bassetthorn – kann hier nachgehört und -gesehen werden.