Choreographie: Martin Nachbar

Besetzung: Drei Melodieinstrumente / Drei Tänzer

Verlag: Schott Music

Dauer: 45-55 Minuten

Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und der Kunststiftung NRW

UA: 7.10.2010, Berlin (Sophiensaele)
Emma Wilson, Ehud Darash, Rodrigo Sobarzo, Tänzer
Anubis-Trio
(Sascha Friedl, Flöten – Theo Nabicht, Baß-/Kontrabaßklarinette – Nikolaus Schlierf, Viola)

Weitere Aufführungen:

8.10.2010, Berlin
9.10.2010, Berlin
12.10.2010, Berlin
13.10.2010, Berlin
23.3.2011, Düsseldorf (FFT)
25.3.2011, Düsseldorf (FFT)
7.5.2011, Essen (PACT Zollverein)

Werkeinführung:

Eine Expedition ist die Forschungs- oder Entdeckungsreise einer Gruppe in eine entlegene,
teils unbekannte, oft weglose Umgebung. In der Planungsphase werden unter Berücksichtigung des zu erwartenden Geländes und Klimas (soweit bekannt) die Ziele definiert, die Ausrüstung beschafft, das Team zusammengestellt und trainiert und Zeitpläne erarbeitet. Die Expedition selbst ist eine Art geplanter Improvisation, welche die definierten Ziele unter den vorgefundenen Umständen zu erreichen sucht.

1897 scheitert eine solche Reise schon nach wenigen Stunden und wird zur dreimonatigen Anstrengung, “nach Hause” zu gelangen: Der Versuch des schwedischen Ingenieurs S.A. Andrée, mit zwei weiteren Männern den Nordpol im Fesselballon zu erreichen. Der Ballon sinkt schnell auf das ewige Eis, und die drei Männer versuchen, zurück in die Zivilisation zu gelangen. Am Ende sterben sie auf der Insel Vitö.

nach Hause greift Aspekte dieser Reise auf und unternimmt eine Expedition ins Theater, genauer gesagt in das Gebiet zwischen Musik und Tanz. Das Team hat sich gemeinsam über Wochen auf die Reise vorbereitet, Musik und Tanz wurden parallel und im Austausch mit einander erarbeitet. Es entstand schließlich ein mehr oder weniger offener Score, in dem die unterschiedlichen Methoden und Strategien es den Akteuren auf der Bühne erlauben, mit- und auch nebeneinander das Theater als teilweise unbekanntes Terrain auszuloten und dabei das Publikum mit auf die Reise nehmen. Deren Ausgang ist zwar geplant, aber kaum gänzlich vorhersehbar.